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Fachtagung Verwaltungsinformatik/Rechtsinformatik nimmt Digitalisierung von Staat und Verwaltung in den Blick

Mit der 12. Fachtagung Verwaltungsinformatik sowie der 5. Fachtagung Rechtsinformatik gastierte am 6. und 7. März 2019 die gemeinsame Fachtagung der Fachbereiche der Gesellschaft für Informatik e.V. in Münster, die es zum Ziel hat, einen richtungsweisenden Dialog zwischen Wissenschaft, Verwaltungspraktikern und Juristen sowie Beratern zu fördern. Die Tagung wurde von der Universität Münster in Kooperation mit der Gesellschaft für Informatik (GI) ausgerichtet und bot interessante Vorträge und Debatten zur Digitalisierung von Staat und Verwaltung.

Zur Keynote zeigte Prof. Dr. Dr. h.c. Dr. h.c. Jörg Becker den anwesenden Verwaltungsexpertinnen und -experten, dass die Digitalisierung der Innenstädte nicht nur Aufgabe der lokalen Unternehmen ist, sondern auch durch die Verwaltung unterstützt und gefördert werden muss. Anhand von Ergebnissen aus dem BMBF-geförderten Projekt smartmarket² (www.smartmarketsquare.de) zeigte Becker auf, wie digitale Dienstleistungen unsere Innenstädte bereichern können. In seiner Keynote am zweiten Konferenztag sprach Hans-Henning Lühr, Staatsrat bei der Senatorin für Finanzen der Freien Hansestadt Bremen und Vorsitzender des IT-Planungsrats, über die dringende Notwendigkeit in der Verwaltung Digitalisierung nicht nur zu denken, sondern auch konkret umzusetzen. Besonders hob er die Kooperation mit der Wissenschaft hervor, die hierfür forciert werden müsse.

Beides aktuellste Themen von allgemeiner, übergeordneter Bedeutung, wie es die sieben Beiträge aus der Wissenschaft und die zehn Vorträge aus der Verwaltungspraxis zu verschiedensten rechtlichen und technischen Herausforderungen deutlich machten. Dies adressierend widmeten sich die Beiträge sowohl den brandaktuellen Themen der OZG-Umsetzung und dem Einsatz künstlicher Intelligenz als auch Themenkomplexen von permanenter Relevanz, wie dem Prozessmanagement und der Verfahrensstandardisierung. Darüber hinaus gingen die Vortragenden auf Technologien wie Sprachassistenten, Robotik-Systeme und Blockchain-Technologie ein, die Einzug in die öffentliche Verwaltung halten. Dabei schloss das Spektrum der Beiträge bewusst rechtswissenschaftliche Perspektiven ein, etwa als explizite Herausforderung im Bereich von IT-Outsourcing in der Justiz oder als rahmengebende Flanke zur Regelung des digitalen Nachlasses. Die Fachtagung schloss mit einer lebendigen und intensiv geführten FishBowl, in der die Teilnehmer mit den Thesen, dass zuerst die interne Verwaltungsperspektive bei der Digitalisierung eingenommen werden müsse und föderale Strukturen den Digitalisierungsbemühungen viele Steine in den Weg legen, konfrontiert wurden. Hier brachten sich viele der Teilnehmer in die Diskussion um die die richtige Herangehensweise bei der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltungen ein. „Gute, intensive Diskussionen mit spannenden Impulsen, wie wir die Herausforderungen der Digitalisierung meistern können, können wir mitnehmen, ich denke es hat sich gelohnt, dabei zu sein!“ schloss Hauptorganisator Dr. Michael Räckers vom ERCIS der WWU Münster die Fachtagung. www.ftvi.de

Foto, v.l.n.r.: Jörn von Lucke, Zeppelin Universität, David Richter, Sprecher des Fachbereichs Rechts- und Verwaltungsinformatik, Maria Wimmer, ehemalige Sprecherin des Fachbereichs Rechts- und Verwaltungsinformatik, Michael Räckers, Sprecher der Fachgruppe Verwaltungsinformatik, Hans-Henning Lühr, Staatsrat bei der Senatorin für Finanzen der Freien Hansestadt Bremen und Vorsitzender des IT-Planungsrats